Workshop ‚Evaluation in den Geisteswissenschaften‘, München 18./19. März 2021

Der Workshop ‚Evaluation in den Geisteswissenschaften. Institutionen – Personen – Praktiken‘ nimmt sich die Praxis des Evaluierens aus systematischer und historischer Perspektive zum Gegenstand . In welchen historischen Konstellationen und anhand welcher Standards und Praxisformen geisteswissenschaftliche Forschung im 20. Jahrhundert verstärkt bewertet, evaluiert und gerankt wurde, gerät somit ebenso ins Blickfeld wie spezifische zeithistorische Situationen, in denen Evaluation in den Geisteswissenschaften besonders wirksam wurde.  Einen fallspezifischen Fokus möchte der Workshop dabei auf die erst ansatzweise erforschten, folgenreichen Evaluation wissenschaftlicher Institutionen während des (deutsch-deutschen) Transformationsprozesses in den Wendejahren 1989/90 legen. Neben auswählten Quellen wie Gutachten und Rezensionen widmen sich die Beiträger*innen in erweiterter Aufmerksamkeit verschiedenen Beobachtungsgegenständen, sodass beispielsweise Forschungsverbünde, spezifische disziplinäre Settings, evaluationsaffine Forschungspraktiken und evaluierte Institutionen nachgezeichnet und diskutiert werden
 
Ein Expert*innengespräch mit der Historikerin Anna Lux (Freiburg), dem Literaturwissenschaftler Carlos Spoerhase (Bielefeld) und dem Soziologen Tobias Werron (Bielefeld) bietet die Möglichkeit, die großen Linien und Verbindungen der im Workshop aufgebrachten Fragestellungen zusammenzubringen, indem die Bewegungen, die Überschneidungen und die wissenschaftsspezifischen Konsequenzen evaluativer Praktiken aus verschiedenen fachlichen Perspektiven betrachtet werden.
 
Mit der Veranstaltung unternimmt das Netzwerk ‚Akademische Archive. Forschungsprojekte zur Praxisgeschichte der Geisteswissenschaften‘ einen ersten Schritt, dem Forschungsdesiderat rund um die Praxis des Evaluierens in den Geisteswissenschaften – mit besonderem Fokus auf die Wendejahre – zu begegnen. 
 
** Die Veranstaltung findet digital über Zoom statt. Interessierte Zuhörer*innen und Diskutant*innen sind herzlich eingeladen. Bitte wenden Sie sich für den Link bis spätestens 17. März 2021 an Anna Axtner-Borsutzky: A.AxtnerBorsutzky@lmu.de **
 
 
 
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