Karena Weduwen​

Karena Weduwen

Promotionsstipendiatin der Studienstiftung des deutschen Volkes, Mitarbeiterin am Internationalen Kolleg Morphomata der Universität zu Köln

Werdegang

Karena Weduwen absolvierte ihr Bachelorstudium in Literatur- und Kulturwissenschaften sowie Geschichte an der Technischen Universität Dresden und ihr Masterstudium in „Geschichte und Philosophie des Wissens“ an der ETH Zürich sowie ein einjähriges Auslandsstudium an der Washington University in St. Louis, USA. Die Bachelorarbeit verfasste sie zum Habilitationsverfahren Friedrich Kittlers und ihre Masterarbeit zum Zusammenhang zwischen der germanistischen Modernisierung, ca. 1965–1980 und literaturwissenschaftlichen Kooperationspraktiken am Bielefelder Zentrum für interdisziplinäre Forschung. Sie war von 2010 bis 2017 Studienstipendiatin der Studienstiftung des deutschen Volkes.

Sie war am MitteleuropaZentrum (2012, Dresden), der Forschungsstelle für Vergleichende Ordensgeschichte (2013-2014, Dresden), an der Professur für neuere deutsche Literatur und Kulturgeschichte der TU Dresden (2012-2013) sowie am Zentrum Geschichte des Wissens (2015-2016, Zürich) und an der Professur für Literatur- und Kulturwissenschaft (2017, ETH Zürich) und als Research Assistant am Max Kade Center for Contemporary Literature (2016-2017, Washington University in St. Louis) angestellt. Seit November 2017 ist sie wissenschaftliche Mitarbeiterin am Internationalen Kolleg Morphomata der Universität zu Köln.

Das Dissertationsprojekt „Akademische Allianzen. Programm und Praxis literaturwissenschaftlicher Gruppenforschung um 1980“ ist an der Universität Bielefeld angesiedelt und wird von Prof. Dr. Carlos Spoerhase betreut. Seit April 2020 wird Karena Weduwen als Promotionsstipendiatin der Studienstiftung des deutschen Volkes gefördert.

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Forschungsschwerpunkte

Wissenschaftsgeschichte und -soziologie der Literaturwissenschaft; Praxeologie der Geisteswissenschaften; Literatur(wissenschaft) und Öffentlichkeit; Rhetorik und Kommunikation wissenschaftlicher Forschung.

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Promotionsprojekt

„Akademische Allianzen. Programm und Praxis literaturwissenschaftlicher Gruppenforschung um 1980“

Im Rahmen des Promotionsprojektes erfolgt eine quellenbasierte Aufarbeitung und systematische Analyse literaturwissenschaftlicher Forschungskooperativität, am Beispiel der einjährigen Forschungsgruppe zur „Funktionsgeschichte literarischer Utopien der frühen Neuzeit“ am Bielefelder Zentrum für interdisziplinäre Forschung (1980/81) und weiterer zeitgenössischer Vergleichsfälle (Arbeitsgruppe NIKOL, Münchener DFG-Forschergruppe „Sozialgeschichte der deutschen Literatur“). Die Studie analysiert entsprechend des methodischen Konzeptes einer ‚Praxeologie der Literaturwissenschaft‘ und auf der Basis detaillierter Quellenerschließung sowie Interviews mit damaligen Akteuren die Voraussetzungen, Verläufe, Konfliktfelder und epistemischen Effekte literaturwissenschaftlicher Kooperativität.

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Publikationen

Rezension: Julia Amslinger, Eine neue Form von Akademie. ,Poetik und Hermeneutik‘ – die Anfänge. Paderborn: Fink 2017. In: Arbitrium. Zeitschrift für Rezensionen zur germanistischen Literaturwissenschaft 37, H. 2 (2019), S. 253–257.

(Re-)Formbewusstsein. Walter Müller-Seidel und die germanistische Erneuerung in den 1960er und -70er Jahren. Online unter: Website ,Walter Müller-Seidel‘ zur personenbezogenen Fachgeschichte, ediert von u.a. Thomas Anz / Jörg Schönert. [http://www.walter-mueller-seidel.de/Mueller-Seidel-100].

gem. mit Mike Rottmann: Sprachwissenschaftspraxis im Porträt. Elise Richters praxeologisches Profil im Spiegel fachinterner Zuschreibungen. In: Biographie – ein Spiel? Poetologische Experimente in einer Gattung ohne Poetik. Hg. Günter Blamberger / Rüdiger Görner / Adrian Robanus. Paderborn: Fink [erscheint im Frühjahr 2020].

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Vorträge

„Prometheus auf den Schultern von Riesen? – Zur historischen Referentialität und Autorschaft in der Ver Sacrum.“
Annual Conference of the Austrian Studies Association, University of Illinois, Chicago, USA (März 2017).

„Germanistische Ortswechsel und der Zweite Zürcher Literaturstreit.“
The Languages, Literatures, and Cultures Conference, University of Kentucky, Lexington, USA (April 2017).

„Der Zweite Zürcher Literaturstreit und die Versachlichung literaturwissenschaftlicher Forschung.“
26th Annual Graduate Symposium of the Department of Germanic Languages and Literatures, Washington University in St. Louis, USA (April 2017).

„(Re-)Formbewusstsein. Walter Müller-Seidel und die germanistische Erneuerung in den 1960er und -70er Jahren.“
Die gegenwärtige Situation der Germanistik und ihre Vorgeschichte seit 1945. Gedenkveranstaltung zu Walter Müller-Seidels 100. Geburtstag, LMU München in Kooperation mit der Bayerischen Akademie der Wissenschaften (Juni 2018)

„Die Künstlerkolonie Hellerau – ästhetischer Ausstieg und utopische Zukunftswerkstatt.“
Aussteigen und Aussteiger – eine Vision der Jahrhundertwende und im Schaffen Hermann Brochs. Internationaler Workshop der Universität Bern und der Washington University in St. Louis, Ascona, Monte Verità (August 2018)

„Friedrich Kittler begehrt auf. Von germanistischen Schurkentaten in den 1980er Jahren.“
42th Annual Conference of the German Studies Association, Pittsburgh, USA (September 2018)

„Redestrukturen in der Gruppe“. Diskussionspraktiken literaturwissenschaftlicher Gruppenforschung um 1980.“
Alltägliche Wissenschaft. Praxeologische Perspektiven auf die Geschichte der Germanistik im 20. Jahrhundert, Humboldt-Universität zu Berlin, Workshop org. v. Steffen Martus, Carlos Spoerhase, Erika Thomalla und Daniel Zimmer (April 2019)

„Sharp Contrasts? Reflections on Contrast and Complementary Figures of Portraiture and Biography“ (Podiumsdiskussion).

Jahreskonferenz des Internationalen Kollegs Morphomata, Universität zu Köln (Juli 2019)

„Germanistik im großen Stil. Die forschungspolitische Ausgangslage germanistischer Gruppenforschung seit den 1960er Jahren“ Kulturwissenschaftliches Institut Essen (April 2020)

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Lektorate

Vom Umgang mit Fakten. Antworten aus Natur-, Sozial- und Geisteswissenschaften. Hg. Günter Blamberger / Axel Freimuth / Peter Strohschneider. In Zusammenarb. m. Karena Weduwen. Paderborn: Fink 2018.

Beyond Identities / Die Kunst der Verwandlung. Hg. Yoko Tawada / Günter Blamberger / Marta Dopieralski. U. Mitarb. v. Karena Weduwen. Tübingen: Konkursbuch 2018.

Gegenwartsliteratur 16. A German Studies Yearbook. Hg. Paul Michael Lützeler / Erin McGlothlin / Jennifer Kapczynski. Tübingen: Stauffenburg 2017.

Wissen, ca. 1980. Nach Feierabend. Zürcher Jahrbuch für Wissensgeschichte. Hg. Nils Güttler / Margarete Pratschke / Max Stadler. Zürich / Berlin: Diaphanes 2016.

Wissen, was Recht ist. Nach Feierabend. Zürcher Jahrbuch für Wissensgeschichte. Hg. Monika Dommann / Svenja Goltermann / Kijan Espahangizi. Zürich / Berlin: Diaphanes 2015.

Melville, Gert: Frommer Eifer und methodischer Betrieb. Beiträge zum mittelalterlichen Mönchtum. Hg. Cristina Andenna / Mirko Breitenstein. Köln / Weimar / Wien: Böhlau 2014.

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

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