Dr. Anna Axtner-Borsutzky

Dr. Anna Axtner-Borsutzky

Akademische Rätin a. Z. an der Universität Bielefeld, Alumna Hanns-Seidel-Stiftung
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Werdegang

Anna Axtner-Borsutzky, geb. 1992, studierte von 2011 bis 2017 Deutsche, Mittellateinische und Klassische Philologie auf Lehramt an der LMU München und schloss mit dem Staatsexamen ab. Darauf folgte 2018 ein M.A. in Germanistischer Mediävistik und Geschichte. Im März 2021 wurde sie bei Prof. Friedrich Vollhardt zum autobiographischen Manuskript von Walter Müller-Seidel (19182010) promoviert, das seit 2014 im DLA Marbach verwahrt wird. Die Aufenthalte dort wurden durch das C.H. Beck-Stipendium und das Marbacher Stipendium ermöglicht. 2021 fand dort ein weiterer Forschungsaufenthalt, gefördert durch das Zeit-Stipendium, statt, um Nachkriegszeitschriften zu erforschen. Dieses Projekt zu den Nachkriegszeitschriften, insbesondere zur Wandlung, wird ab April 2022 durch das Walter-Benjamin-Programm der DFG an der HU Berlin gefördert.

Frau Axtner-Borsutzky ist seit 01. April 2021 Akademische Rätin a. Z. an der Universität Bielefeld an der Professur für Deutsche Literatur des Mittelalters und der Frühen Neuzeit. Sie war Promotionsstipendiatin der Hanns-Seidel-Stiftung und wurde vom Karriereförderprogramm des Cusanuswerks (Talente sichern – Zukunft gestalten) unterstützt. Sie war assoziierte Doktorandin im SFB 1369 Vigilanzkulturen. Transformationen – Räume – Techniken  (Teilprojekt A01 Prof. Michael Waltenberger/Dr. Carolin Struwe-Rohr: Diabolische Vigilanz. Internalisierte Wachsamkeit und soziale Kontrolle in spätmittelalterlichen und frühneuzeitlichen Teufelserzählungen).2

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Forschungsschwerpunkte

  • Autobiographik
  • Editionswissenschaft
  • Intellektuelle Konstellationen im Nachkriegsdeutschland
  • Literatur- und Kulturzeitschriften
  • Praxeologie der Geisteswissenschaften
  • Wissenschaftsgeschichte der Literaturwissenschaft

Promotionsprojekt

Monographie

Walter Müller-Seidels fragmentarischer Erinnerungsbericht. Autobiographik und Wissenschaft im 20. Jahrhundert. Berlin 2022 (Mikrokosmos 89).

https://www.peterlang.com/document/1168523

 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Publikationen

  1. Jenseits der Klassik. Walter Müller-Seidels Münchner Antrittsvorlesung ‚Gottfried Benn und der Nationalsozialismus‘ (1961), in: Stephan Kraft/Holger Hof (Hgg.): Benn-Forum 7 (2020/21), S. 931.
  2.  „Ein Schwarm von Texten“. Gerhard Neumanns Selbstversuch. Ein Erinnerungsbericht im Spannungsfeld von Literatur und Leben, in: Kathrin Lehnen/Carsten Gansel/Vadim Oswalt (Hgg.): Schreiben, Text und Autorschaft – Zur Thematisierung, Inszenierung und Reflexion von Schreibprozessen in ausgewählten Medien und historischen Selbstzeugnissen. Göttingen 2021, S. 79–101.
  3. „Wegbereiter und Wegweiser“. (Hoch-)Schullehrerfiguren in autobiographischen Gelehrten-Erinnerungen um die Jahrtausendwende, in: Frieder von Ammon/Michael Waltenberger (Hgg.): Lehrerfiguren in der deutschen Literatur. Literaturwissenschaftliche Perspektiven auf Szenarien personaler Didaxe vom Mittelalter bis zur Gegenwart. Berlin 2020 (Mikrokosmos 85), S. 368–384.
  4. Walter Müller-Seidel als Autobiograph, in: Offener Horizont 5 (2018). Jahrbuch der Karl-Jaspers-Gesellschaft. Göttingen 2019, S. 287–303. [Mit Edition und Kommentar Walter Müller-Seidel: Wandlung und Gedächtnis. Ein autobiographisches Fragment].

Editionen:

  1. [Edition] Walter Müller-Seidels fragmentarischer Erinnerungsbericht. Autobiographik und Wissenschaft im 20. Jahrhundert, Teil B. Walter Müller-Seidel: Zeitgeschichtliche Erinnerungen (1928–1958), abrufbar unter:  https://doi.org/10.5282/ubm/data.28
  2. [Edition] Walter Müller-Seidel: Euthanasie im nationalsozialistischen Staat. Hellmuth Ungers Roman „Sendung und Gewissen“ und der Film „Ich klage an.“, in: Thomas Anz (Hgg.): Walter Müller-Seidel: Literatur und Medizin in Deutschland. Zur Geschichte des humanen Denkens im wissenschaftlichen Zeitalter (1795–1945). Marburg/Lahn 2022, S. 636–660.
 
 
 

Rezensionen

  1. Matthias Löwe/Georg Streim (Hgg.), ‚Humanismus‘ in der Krise. Debatten und Diskurse zwischen Weimarer Republik und geteiltem Deutschland. (Klassik und Moderne. Schriftenreihe der Klassik Stiftung Weimar 7) De Gruyter, Berlin – Boston 2017, in: Arbitrium 38 (2020), S. 239–243.
  2. Frank Estelmann/Bernd Zegowitz (Hgg.), Literaturwissenschaften in Frankfurt am Main 1914–1945. (Schriftenreihe des Frankfurter Universitätsarchivs 7) Wallstein, Göttingen 2017, in: Arbitrium 38 (2020), S. 6–10.
  3. Wolfgang Braungart/Helen Köhler (Hgg.): Subjekt und Subjektivität. 1800 | 1900. München 2015, in: Arbitrium 37 (2019), S. 369–371.
 
 
 

Vorträge

  1. ›Nichts für ungut! – aber eine Schriftleitung möchte ja die vox populi hören‹ Die Nachkriegszeitschrift Die Wandlung und das Gespräch mit den Lesern, Deutscher Germanistentag, Paderborn (25.–29. September 2022)
  2. ›Wir wollen auch die Stimmen der Welt vernehmen und vernehmlich machen.‹ Die Heidelberger Nachkriegszeitschrift Die Wandlung im transatlantischen Kontext, Workshop: Die alliierte Entnazifizierungs- und Reeducationspraxis in Literatur, Literaturwissenschaft und Wissenschaftsgeschichte, Heidelberg (08./09. Juli 2022)
  3. Die Hirtin Daphne, Anna Rupertina Fuchsin (1657–1722), und ihr ›Poetischer Gedankenschatz‹. Jahrestagung der Grimmelshausen-Gesellschaft, Oberkirch (23.–25. Juni 2022)
  4. Satire in Serie. Gottlieb Wilhelm Rabeners ›Satirische Briefe‹. Satiren der europäischen Aufklärung. Kolloquium zu Ehren des 80. Geburtstages von Jörg Schönert, Siemensstiftung München (07.–09. Juni 2022)
  5. Vertrauen im Zeichen von Rabulistik und Iustitia. Rabula de Tabula nil dat [Flugblatt um 1650]. Tagung: Seismographen des Vertrauens? Positionsbestimmungen frühneuzeitlicher Bildpublizistik, CAS München (17./18. März 2022)
  6. Perspektiven der Sibylla-Schwarz-Forschung und Anschlüsse für die Barock-Forschung des 21. Jahrhunderts. Schlesische Sprachreform, niederländische Netzwerke, pommerscher Petrarkismus, Greifswald (28.–30. Oktober 2021)
  7. »Venedigs gesunkene Herrlichkeit duftete uns schon…« Venedig in ausgewählten Briefen des 18. Jahrhunderts. Wissenschaftliches Kolloquium zum 65. Geburtstag von Friedrich Vollhardt, Venedig (22.–24. Oktober 2021).
  8. »Briefe an die Verfasserin« und »Versuch einer Antwort«. Der Brief als dialogische Rubrik im Journal, Workshop Literatur und periodische Presse in Fribourg (02. Oktober 2021)
  9. Britischer Anti-Kolonialismus in deutschem Gewand? Aphra Behns Roman Oroonoko (1688) und die deutsche Rezeption im 18. Jahrhundert, 3. Jahreskonferenz SPP 2130, Ambiguität und Subversion. Gegenläufigkeiten frühneuzeitlicher Übersetzungskulturen in Wolfenbüttel (15.–17. September 2021)
  10. Disaster and risk modeling between tradition and innovation, Panel: Tradition and Discontinuity: The Early Modern Period as Solitary Era, GSA 2021 Indianapolis (30. September–04. Oktober 2021)
  11. The post-war journal »Die Wandlung« and the transatlantic influence on intellectual exchange. ESPRit Postgraduate Workshop on Periodical Studies, 9th ESPRit conference Ruhr-Universität Bochum (11. Juni 2021).
  12. Respondenz zu: Erika Thomalla: Selbstevaluation. Dissertations- und Habilitationsgutachten der Wendezeit an der Humboldt-Universität zu Berlin, Online-Workshop ‚Evaluation in den Geisteswissenschaften. Institutionen – Personen – Praktiken‘ (18./19. März 2021).
  13. Literatur im Spannungsfeld von Medizin, Recht und Politik, in der Sektion Sprache, Literatur, Wissen(schaft). XIV. Kongress der Internationalen Germanistik Palermo (26. Juli–02. August 2020: verschoben auf 2021.)
  14. Grenzen des Gedächtnisses – Spielräume des Erinnerns anhand ausgewählter Gelehrtenautobiographien um die Jahrtausendwende, in der Sektion Geschichte(n) erinnern – Memory Boom und Störungen der Erinnerung. XIV. Kongress der Internationalen Germanistik Palermo (26. Juli–02. August 2020: verschoben auf 2021.)
  15. Ein Schwarm von Texten – Gerhard Neumanns Selbstversuch: Selbstreflexion im Spannungsfeld von Zeitzeuge, Literaturwissenschaftler und Autor. Interdisziplinäre Tagung: Schreiben, Text und Autorschaft – Zur Thematisierung, Inszenierung und Reflexion von Schreibprozessen in ausgewählten Medien und historischen Selbstzeugnissen in Gießen (26.–28. Februar 2020).
  16. „Jede Wissenschaft wird Humanwissenschaft sein, oder sie wird nicht sein.“ Walter Müller-Seidels Wissenschaftsverständnis. Workshop ‚Personae, rather than Persons?’ Wissenschafts- und Fachgeschichte zwischen Personen-, Institutionen- und Praxisgeschichte am Internationalen Kolleg Morphomata der Universität zu Köln (18./19. November 2019).
  17. Subjektive Literaturgeschichtsschreibung – Gelehrtenautobiographien um die Jahrtausendwende. Workshop ‚Epoche machen‘. Literarische Reflexion und literarhistorische Dynamisierung beim Germanistentag in Saarbrücken (22.–25. September 2019).
  18. Autobiographie als Wissenschaftsgeschichte. ‚Die gegenwärtige Situation der Germanistik und ihre Vorgeschichte seit 1945‘ – Gedenkveranstaltung zu Walter Müller-Seidels 100. Geburtstag in der Bayerischen Akademie der Wissenschaften.
  19. Walter Müller-Seidels Autobiographieprojekt. Walter Müller-Seidels Forschungsprogramm im Spektrum der Fachgeschichte der Germanistik 1950–2010‘ – Workshop und Tagung zum Geburtstag von Walter Müller-Seidel am Deutschen Literaturarchiv Marbach
 

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